STEUERSTRAFRECHT

Steuerhinterziehung2018-10-22T14:43:23+00:00

STEUERHINTERZIEHUNG AM FALL ULI HOENEß

Steuerhinterziehung im Fall Uli Hoeneß

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Steuerhinterziehung am Fall Uli Hoeneß

Der Fall Uli Hoeneß hat vor einigen Jahren durch die Medien einen großen Bekanntheitsgrad erlangt. Der damalige Fußball-Präsident des FC Bayern München meldete sich im Januar 2013 beim Finanzamt und gab eine Selbstanzeige gemäß § 371 AO wegen Steuerhinterziehung ab. Die Hinterziehung von Steuern ist eine Steuerstraftat in Deutschland, welche mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 10 Jahren in besonders schweren Fällen geahndet werden kann. Auch lediglich der Versuch einer Steuerhinterziehung ist strafbar.

Herr Hoeneß hat in den vergangenen Jahren Börsenspekulationen im großen Stil ausgeführt. Die Erträge hieraus wurden auf geheime Konten in der Schweiz deponiert und sie unterlagen somit nicht der Besteuerung in Deutschland. Dies führte dazu, dass die Staatsanwaltschaft nach Einreichen der Anzeige Anklage wegen Steuerhinterziehung erhob.

Uli Hoeneß besaß bereits seit den siebziger Jahren ein Konto bei einer Schweizer Bank; seit den nenziger Jahren tätigte er zunehmend Spekulationsgeschäfte mit Devisen. Auf dem Devisenmarkt werden diverse Währungen gehandelt. Devisen sind hierbei ausländische Währungen, welche am öffentlichen Handel teilnimmt. Devisenspekulanten nehmen an Transaktionen am Devisenmarkt in der Form teil, dass Sie auf eine bestimmte Entwicklung von Devisenkursen wie z.B. die des Yen oder des US-Dollar spekulieren.

Der angeklagte Fußball-Präsident hatte laut Urteilsbegründung sogar die Möglichkeit, Devisengeschäfte bis zu einer Höhe von 500 Mio. EUR zu tätigen-  ob er solche Geschäfte auch in dieser Höhe ausgeführt hat, ist unbekannt.

Das Ergebnis des Gerichtsprozesses im Fall des Fußball- Präsidenten, war letztlich, dass Uli Hoeneß gestand, Steuern im zweistelligen Millionenbereich hinterzogen zu haben. Uli Hoeneß wird wegen Hinterziehung von Steuern in den Jahren 2003 bis 2009 in Höhe von rund 28,5 Mio. Euro vom Landgericht München schuldig gesprochen und zur Haft verurteilt.

Die Richter ließen gemäß Urteilsbegründung des Landgerichts München bei der Festsetzung der Haftstrafe mildernde Umstände gelten. Da der Angeklagte von Anfang an geständig war und auch mit seiner Steuerstraftat erstmalig in Erscheinung getreten ist, ist die Haftstrafe auf 3,5 Jahre festgesetzt worden.

Die Haftstrafe wurde von Herrn Hoeneß akzeptiert und im Juni 2014 im Gefängnis von Landsberg angetreten. Nach der Hälfte der Haftstrafe wurde er entlassen und die verbleibende Strafe zur Bewährung ausgesetzt.